Stromverbrauch...

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Ansgar
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Stromverbrauch...

Beitrag von Ansgar » 30 Apr 2007 - 09:00

Hallo,
hat jemand von Euch evtl mal den Stromverbrauch seinen SIXOs am Labortisch getestet? Es geht hier um kein Problem... es handelt sich um reine Neugierde. Da ich beruflich derzeit ein paar embedded Schaltungen entwerfe und hier blind von meinen Kollegen Spannungsversorgung übernommen habe. Ein simple-Switcher von National. Nun habe ich von verschiedenen seiten wieder gehört, das es mit den teilen früher Probleme gab und bin jetzt einfach auf der suche nach Erfahrugswerten in embedded Schaltungen für die Spannungsregler und den Entscheidungsgründen. Letzteres wird wohl nur Arnold geben können, schließlich ist er ja der der "Materielle Schöpfer" des SIxO.

THX

Gruß Ansgar
SIxO 2.0 / 006 (macht immer Spaß ;-) )

Arnold
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Beitrag von Arnold » 30 Apr 2007 - 13:20

Die klassischen Dreibeiner sind unglaublich robust, billig an jeder Straßen-
ecke zu kriegen, erfordern kein Gehirnschmalz und sind daher für viele
Anwendungsfälle unschlagbar.
Ein Problem ist die hohe Verlustleistung bei hohen Eingangsspannungen.
Wenn es ein bisschen mehr sein muss gibt es die Dreibeiner im
DPAK-Gehäuse. Auf kleiner Kupferfläche ohne aufwendigen Kühlkörper
können die bis ca. 2W (normaler Temperaturbereich).
Beim SIxO, der den Automotive-Temperaturbereich vertragen muss sind
die klassischen Dreibeiner schnell am Anschlag. Die sind bis 1A ange-
geben aber der SIxO zieht nur ca. 100mA, damit er den Temperatur-
bereich schafft.
Ein anderes Problem der "Klassiker" ist die hohe erforderliche Differenz-
spannung. Kleinere Bauform und Low Dropout bietet z.B. die LT1962-
Serie von LT. Die bieten auch gute Noise Reduction.

Schaltregler verwende ich nur, wenn ich mit den Dreibeinern nicht mehr
klarkomme.
Die Simple Switcher (LT im allgemeinen) sind recht teuer. Für Mobil-
telefone habe ich mal die TPS6220x von TI rausgesucht Die sind günstig,
ultraklein und erfordern wenig externe Beschaltung.
Für größere Sachen, z.B. die Versorgung von FPGAs nehme, ich fertige
Schaltreglermodule (LSN von Datel, bis 10A). Die vertragen die hohen
Peak-Stöme der FPGAs.

Gruß,
Arnold

Ansgar
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Beitrag von Ansgar » 30 Apr 2007 - 17:41

Wie sieht's mit EMV Störungen aus? Sprich das der Regler gleichzeitig einen Entstörfilter darstellt?

Was den Linearegler im SIXO angeht, hatte ich mich eigentlich nur gewunder warum da kein SMD (DPAK) verbaut ist... sollte ja eigentlich die Bestückungskosten senken? Zumindest ist unser Bestücker recht froh wenn ich ihm alles Automatengerecht anliefere... er hat zwar seine "Mädels" die echt gut sind im Löten aber es ist halt doch billiger und schneller mit SMD, meint er.

P.S.: THX schon mal für die flotte Antwort!!!
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Arnold
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Beitrag von Arnold » 01 Mai 2007 - 09:56

Theoretisch sollen die Linearregler auch von der Versorgung kommende
Störungen (Rauschen) unterdrücken (was in Mobiltelefonen angeblich auch
ausgenutzt wird). Meine Erfahrung damit ist: über den Regler gehen alle
Störungen ungebremst drüber. Zur Verbesserung der EMV also nicht
tauglich.

Bei Mischbestückung erhöhen die bedrahteten Bauteile die Fertigungs-
kosten. Je mehr bedrahtet, desto höher die Kosten. Bei den Angeboten
wird auch so gerechnet. Beim SIxO waren mir an der Stelle die geringeren
Bauteilekosten und die höhere Flexibilität beim Einkauf wichtiger.

Gruß,
Arnold

Ansgar
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Beitrag von Ansgar » 01 Mai 2007 - 16:24

Und wie sieht's mit Schaltreglern aus? Gehen die Störungen da auch ungefiltert durch? Ich meine einem Schaltregler ist ja schon Prinzip bedingt ein Filter nachgeschaltet.
SIxO 2.0 / 006 (macht immer Spaß ;-) )

Arnold
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Beitrag von Arnold » 01 Mai 2007 - 17:53

Ich denke das ist ähnlich. Damit habe ich aber nicht experimentiert.
Der nachgeschaltete Filter ist auf den Regler abgestimmt (2..3stelliger
KHz-Bereich). Für EMV (MHz-Bereich) ist der ebenfalls nur bedingt tauglich.

Gruß,
Arnold

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